CampusRUN für Menschenrechte

  • Datum

Der CampusRUN für Menschenrechte von Aachen hat Ausdauer e.V. und der Amnesty International Hochschulgruppe Aachen geht am 4. September 2022 in die 6. Runde! Der Rundkurs am Campus Melaten ist 2,5 km lang und wird durch Streckenposten gesichert.

Es finden folgende Läufe statt:

Start 5 km Lauf: 11:30 Uhr
Start 10 km Lauf: 12:30 Uhr
4 x 2,5 km Staffel: 12:30 Uhr

Dabei sein ist alles!

Neben professioneller Zeitmessung und Verpflegung erwartet die Läufer*innen und Zuschauer*innen ein umfangreiches Angebot an den Ständen und ein buntes Rahmenprogramm.

facebook_bannerWo?

Aachen, Campus Melaten, zwischen Campus Boulevard und Steinbachstraße (Nahe Aditec Gebäude, Steinbachstraße 25)

Wie genau?

Hier geht’s zur Ausschreibung: https://www.aachenhatausdauer.de/6-campusrun-2022/ausschreibung-2022/

Mitmachen!

Und hier zur Anmeldung: https://campusrun.rwth-aachen.de/entry

Am Ball bleiben für die Menschenrechte!

Wie jedes Jahr nehmen wir uns immer ein Menschenrechtsthema heraus und dieses Jahr wird es nicht nur auf der Laufstrecke sportlich.

Die Endaustragung der FIFA Fußballweltmeisterschaft der Herren findet im Winter 2022 in Katar statt. Trotz massiver Menschenrechtsverletzungen ließ sich die FIFA nicht umstimmen, den Austragungsort zu verschieben, weshalb nun der Scheinwerfer darauf gerichtet werden muss. Aufgrund der katastrophalen Arbeitsbedingungen, die in vielen Fällen Zwangsarbeit gleichen und durch das Kafala System gerechtfertigt werden, herrschen inakzeptable Zustände. Im Zuge ihres Aufenthaltes sind tausende Arbeitsmigrant*innen gestorben, ohne dass es eine Aufarbeitung gab. Außerdem ist ihnen gesetzlich verboten, Gewerkschaften zu gründen, Löhne werden zu spät oder gar nicht ausgezahlt und Reisepässe einbehalten.

Weiterhn leben Frauen unter Vormundschaft ihrer Ehemänner, sodass sie ohne Erlaubnis keine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst annehmen und nach einer Scheidung nicht als Vormund ihrer Kinder handeln dürfen. Geschlechtsverkehr unter Männern kann bis zu sieben Jahre Haftstrafe bedeuten und das Verleiten von Männern und Frauen zu „unmoralischem“ Verhalten ist ebenfalls strafbar.

Es gibt immer wieder Fälle von unrechtmäßigen und intransparenten Verhaftungen, die in willkürlichen Gerichtsurteilen münden. Beispielsweise ließen die Behörden im Mai 2022 den kenianischen Wachmann und Blogger Malcolm Bidali verschwinden, der sich für die Rechte von Arbeitsmigrant*innen eingesetzt hatte. Sie hielten ihn einen Monat lang in Einzelhaft und verweigerten ihm den Zugang zu einem Rechtsbeistand.

Dies sind nur ein paar Beispiele für Menschenrechtsverletzungen in diesem Land und auch wenn es arbeitsrechtliche Reformen gab, hat sich praktisch nichts an den echten Umständen geändert. Die Todesstrafe ist immer noch ein Mittel der Justiz. Frauen- und LGTBQIA+ Rechte werden weiterhin mit Füßen getreten. Genau darum gilt auch über das Sportereignis hinweg: Am Ball bleiben für die Menschenrechte!

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